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Neujahrssymposium Neuroachse Emscherland - Hochaktuelle neurologische Fachbeiträge in der Mont-Cenis Akademie

Prof. Dr. Christos Krogias, Chefarzt der Klinik für Neurologie, Schlaganfallmedizin und klinische Neurophysiologie des EVK Herne, lud zum Neujahrssymposium und damit zum fachlichen Austausch und zur Diskussion in die Mont-Cenis Akademie ein.

Das diesjährige Neujahrssymposium der Neuroachse Emscherland stand unter der Schirmherrschaft des EVA Ruhr: Prof. Dr. Christos Krogias, Chefarzt der Klinik für Neurologie, Schlaganfallmedizin und klinische Neurophysiologie, hatte hierzu renommierte Medizinerinnen und Mediziner eingeladen, die ein hochkarätiges wissenschaftliches Programm gestalteten und aktuelle Entwicklungen der Neurologie auf höchstem fachlichem Niveau präsentierten. Veranstaltungsort war in diesem Jahr die Mont-Cenis Akademie, die den passenden Rahmen für fachlichen Austausch und lebendige Diskussionen bot.

Die Veranstaltung überzeugte durch praxisnahe Vorträge, spannende Fallbeispiele und einen intensiven Dialog mit dem neurologischen Fachpublikum. Den Auftakt bildete das Grußwort von Dr. Peter Lütkes, Medizinischer Direktor im EVA Ruhr, der die große Bedeutung der standortübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb des Verbundes hervorhob und die Rolle der Neuroachse Emscherland als starkes neurologisches Netzwerk unterstrich.

Aktuelle Fälle, junge Patientinnen und Patienten und moderne Bildgebung

Prof. Dr. Michael Ertl, Professor für Neurologie sowie Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Neurologie und Neurologische Rehabilitation am BKH Günzburg, eröffnete den wissenschaftlichen Teil mit eindrucksvollen Fallbeispielen zu Dissektionen hirnversorgender Arterien. Anhand aktueller klinischer Verläufe – insbesondere bei jungen Patientinnen und Patienten – präsentierte er moderne MRT-Bildgebung aus der Praxis. Der Vortrag zeichnete sich durch hohe Praxisrelevanz aus und bot reichlich Raum für eine intensive Diskussion mit dem Fachpublikum.

Demenz und Epilepsie – eine wachsende Herausforderung

Mit einem norddeutschen „Moin“ begrüßte Thomas Duning aus Bremen die Teilnehmenden zu seinem Vortrag über Demenz und Epilepsie. Er machte die gesellschaftliche Tragweite des Themas deutlich: Derzeit leben rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland, eine Verdoppelung dieser Zahl bis etwa 2036 gilt als wahrscheinlich – mit erheblichen sozioökonomischen Konsequenzen.

Der Vortrag spannte den Bogen von der Einordnung der Demenz als Symptomkomplex über Diagnostik und klinische Symptomatik bis hin zu zentralen Aspekten wie anfallssupprimierender Medikation, Triggern epileptischer Anfälle, kognitiven Störungen und Differenzialdiagnosen sowie dem Einsatz von Biomarkern, auch bei mild betroffenen Patientinnen und Patienten. Abgerundet wurde der Beitrag durch einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen, darunter blutbasierte Biomarker, neue Präventionsansätze und aktuelle Erkenntnisse – etwa im Zusammenhang mit Impfungen wie der Gürtelrose-Impfung.

Parkinson, seltene Erkrankungen und differenzierte Fallanalysen

Prof. Dr. Tobias Warnecke, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation am Klinikum Osnabrück, widmete sich der Pumpentherapie bei der Parkinson-Krankheit. Er zeigte auf, wie sich Therapieoptionen, Symptomkontrolle und der Umgang mit medikamentenbedingten Hautveränderungen weiterentwickelt haben. Dabei wurde deutlich, dass es sich trotz einer der ältesten Therapieformen um ein Gebiet mit kontinuierlichen Innovationen handelt.

Ergänzt wurde das Programm durch weitere praxisnahe Fallvorträge:

Zukunftsweisende Therapieansätze in der Neuroimmunologie

Ein besonderer Höhepunkt des Symposiums war der Vortrag von Prof. Dr. Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Klinik am St. Josef Hospital Bochum. Er gab spannende Einblicke in den Einsatz der CAR-T-Zell-Therapie bei neuroimmunologischen Erkrankungen und beleuchtete deren potenzielle Bedeutung für zukünftige therapeutische Strategien in der Neurologie.

Weitere Beiträge und Dank

Aufgrund der aktuellen Wetterlage wurde Dr. Henrich Kele aus Hamburg per Zoom zugeschaltet. Sein Vortrag zur Muskel- und Nervensonographie in Klinik und Praxis ergänzte das Programm um wichtige diagnostische Perspektiven.

Ein besonderer Dank gilt den Organisatorinnen und Organisatoren des Symposiums:

  • Prof. Dr. Christos Krogias, Chefarzt der Klinik für Neurologie am EvK Herne
  • Prof. Dr. Anke Lührs, Chefärztin der Klinik für Neurologie am AMEOS Klinikum St. Clemens Oberhausen
  • Prof. Dr. Dr. Judith Wagner, Chefärztin der Klinik für Neurologie am EVK Gelsenkirchen
  • Prof. Dr. Carsten Eggers, Ärztlicher Direktor Neurozentrum und Chefarzt der Knappschaft Kliniken Bottrop

Das Neujahrssymposium Neuroachse Emscherland zeigte eindrucksvoll, wie lebendig, vernetzt und zukunftsorientiert die neurologische Expertise im EVA Ruhr ist. 

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